... sang am letzten Sonnabend in Magdeburg und da ich ihn nach diesem Film unbedingt mal live erleben wollte fuhr ich hin. Mich beeindruckte seine humorvolle Melancholie, auch weil sichs irgendwie vertraut anfühlte. Es war ein wohltuender Abend - vielleicht gerade weil mich "Es ist an der Zeit" wieder weinen ließ.
Hannes Wader ...
... leider leicht überbelichtet
Die "Grüne Zitadelle" ...
... ist Hundertwassers letztes Projekt
Magdeburg erschien mir auf den ersten Blick etwas befremdlich. Doch nach einigen Gesprächen im Dom und in der Jugendherberge, einem Spaziergang etwas abseits der "Altstadt" und dem Betrachten eines Buches über diese immerhin 1200 Jahre alte Stadt sortierte ich mich wieder. Was mir - besonders am heutigen Tag - zu denken gibt: warum ist, wenn es um im Krieg gewaltig zerstörte Städte geht, oft nur Dresden in aller Munde? In anderen Städten (eben Magdeburg, aber auch Hamburg oder Pforzheim) waren die Angriffe und deren Folgen mindestens genauso schlimm! Doch dort marschieren keine Nazis, dort streiten sich (zumindest ist mir davon nichts bekannt) die politischen und gesellschaftlichen Köpfe nicht um Formen angemessenen Gedenkens, dort gibt es keine Krawalle. Oder? Was es in Magdeburg auch gibt ist eine "Altmakt-Galerie"; die heißt da allerdings "Allee-Center". Zum Aufwärmen, "indisch" zu Mittag zu essen und um in der Buchhandlung zu stöbern war sie perfekt!
Außerdem kam ich zu der Erkenntnis, daß mein neues Handy trotz 5-Megapixel-Kamera zum Fotografieren nicht wirklich geeignet ist...
... ist beim Papiere sortieren. Sie fand dieses Gedicht von Kelly Priest, das uns beide sehr anspricht und deshalb hier her muß:
Mit der Zeit lernst du, daß eine Hand halten nicht dasselbe ist, wie eine Seele fesseln. Und daß Liebe nicht Anlehnen bedeutet, und Begleiten nicht Sicherheit.
Du lernst allmählich, daß Küsse keine Verträge sind, und Geschenke keine Versprechen. Und du beginnst, deine Niederlagen erhobenen Hauptes und offenen Auges hinzunehmen, mit der Würde des Erwachsenen, nicht maulend wie ein Kind. Und du lernst, all deine Straßen auf dem Heute zu bauen, weil das Morgen ein zu unsicherer Boden ist.
Mit der Zeit erkennst du, daß sogar Sonnenschein brennt, wenn du zuviel davon abbekommst. Also bestelle deinen Garten und schmücke selbst dir die Seele mit Blumen, statt darauf zu warten, daß andere dir Kränze flechten. Und bedenke, daß du wirklich standhalten kannst, und wirklich stark bist. Und daß du deinen eigenen Wert hast.
Geschrieben von conny am Donnerstag, 09. Februar 2012
... mal wieder hier: http://hinter-den-schlagzeilen.de/. Interessant ist der Artikel "Leben ohne Existenzangst, Arbeit ohne Zwang" - wie auch überhaupt die Rubrik "Roland Rottenfußer" Gescheites beinhaltet! Heute abend ist übrigens Götz Werner zu einem Vortrag über das "Bedingungslose Grundeinkommen" in der Frauenkirche. Beginn ist 20.00 Uhr und ich werde mit Gabi hingehen.
... verurteilte gestern einen Studenten in Dresden zu 300 Euro Strafe, weil er an der Blockade eines Neonaziaufmarsches teilgenommen haben soll. Die Begründung des Juristen: „In einem Rechtsstaat haben auch unliebsame Menschen Grundrechte. Ich möchte nicht in einem Staat leben, in dem Minderheiten nicht geschützt werden.“. Ich auch nicht, Herr Falk, wenn jedoch eine Minderheit grundsätzlich Grundrechte anderer Menschen abgeschafft haben möchte halte ich das ganz und gar nicht für schützenswert! Wo eine solche Handlungsweise hinführt ist doch eigentlich seit 78 Jahren bekannt...
Sie wußte auch eine Erklärung dafür, warum alles "Mediale" immer lauter, schriller und schneller wird: je wilder, "zappender" die (Film-)Schnitte um so unwesentlicher der Inhalt! Damit hat sie mir einige meiner Unbehaglichkeiten erklärt.
Geschrieben von conny am Mittwoch, 07. Dezember 2011
Einen herzhaften Morgenlachanfall ...
... hab ich eben genossen:
"Zum Abschied gab es Schmalznudeln, über die unsere Tischnachbarin sagte "Mei de san so fett" und sie, zum Entschärfen, in Zucker eintauchte."
Zu finden ist das bei http://www.threefivesix.blogspot.com/. Dieser Blog ist eine Station meiner täglichen, Hirn und Seele erfrischenden, Internet-Lesetour.
... war wieder einmal mit Besonderem gefüllt! In die Kategorie "denken" tauch ich es deswegen, weil meine Unternehmungen dieser beiden Tage eben genau damit zu tun haben: Denken! Und dann natürlich: TUN!
Am Sonnabend war ich mit Andrea und Anne in Berlin auf dem Heldenmarkt. Heldenmarkt? "Heldenmarkt" ist eine "Messe für nachhaltigen Konsum" und deshalb zu meinem Denken passend. Viele witzige Ideen, wie mensch mit dem was vorhanden ist wirtschaften kann, waren zu sehen. Ich hab ein bißchen mit den Augen "geklaut" (z. B. die Idee mit den Flaschenkästen), viele interessante Gespräche geführt und leckeres Bioessen und -trinken gekostet. Mitgenommen habe ich auch was: 2 Marmeladen von "feinschlicht" - wegen ihres genialen Geschmacks und zum Nachbasteln...
Nachhaltig war übrigens auch die Anreise: weil Andrea unsere Pläne ins Internet gestellt hatte fanden sich Mitfahrende, so daß ich für die Fahrt nur 8 Euronen ausgeben mußte. Allerdings fuhr ich mit dem Auto zum Dresdner Hauptbahnhof...
Am Sonntag gönnte ich mir einen Genuß ganz anderer Art: in der Radebeuler Lutherkirche erlebte ich eine sehr gelungene Aufführung der Bach-Kantate "Ich hatte viel Bekümmernis" und vor allem des Mozart-Requiems!
Schön war auch, danach noch Bekannte aus meiner Zeit in der Johannstädter Kantorei und vor allem Erdmute und Gottfried Trepte kurz zu treffen. Es wurde mir wieder bewußt, wie sehr mir das Singen im Chor doch fehlt! Nun denke ich an das Mitwirken bei einem Radebeuler Projekt im nächsten Jahr, einem "Te Deum" von Händel...
(Die Kirche war natürlich zur Aufführung nicht so leer - dies ist ein Bild vom Einsingen!)
Geschrieben von conny am Dienstag, 22. November 2011
3 geschenkte Kürbisse lagen auf dem Küchentisch, die letzten Gartenmöhren in der kühlen Speisekammer, kurz: ich hatte heute Appetit auf Kürbissuppe. Also: Topf her, Kürbis, Möhren, Äpfel, Zwiebeln schnippeln, Öl zum Anschmoren und Kreuzkümmel für den Geschmack ran. Fix die Finger abl...
HÄÄÄ??? Igitt!! BITTER!!!
Sch....., die schönen Möhren! Der Rettungsversuch bestand darin, alles aus dem Topf zu kippen, die Kürbisstücke auszusortieren, den Rest mehrmals zu waschen und im gründlich gereinigten Topf mit einem weiteren (geprüften!) Kürbis und neuen Gewürzen zu vereinigen. Nach dem Pürieren konnte ich jedoch nur noch das Vergebliche dieser Mühen konstatieren. Ich kam zudem später als geplant vom Hof und mußte mich mit einer schnell noch am Bahnhof gekauften Chinanudelbox begnügen.
Und die Lehre aus der Geschicht´: Trau keinem noch so schönen Kürbis nicht!
Geschrieben von conny am Mittwoch, 19. Oktober 2011