... ist beim Papiere sortieren. Sie fand dieses Gedicht von Kelly Priest, das uns beide sehr anspricht und deshalb hier her muß:
Mit der Zeit lernst du, daß eine Hand halten nicht dasselbe ist, wie eine Seele fesseln. Und daß Liebe nicht Anlehnen bedeutet, und Begleiten nicht Sicherheit.
Du lernst allmählich, daß Küsse keine Verträge sind, und Geschenke keine Versprechen. Und du beginnst, deine Niederlagen erhobenen Hauptes und offenen Auges hinzunehmen, mit der Würde des Erwachsenen, nicht maulend wie ein Kind. Und du lernst, all deine Straßen auf dem Heute zu bauen, weil das Morgen ein zu unsicherer Boden ist.
Mit der Zeit erkennst du, daß sogar Sonnenschein brennt, wenn du zuviel davon abbekommst. Also bestelle deinen Garten und schmücke selbst dir die Seele mit Blumen, statt darauf zu warten, daß andere dir Kränze flechten. Und bedenke, daß du wirklich standhalten kannst, und wirklich stark bist. Und daß du deinen eigenen Wert hast.
Geschrieben von conny am Donnerstag, 09. Februar 2012
Sie wußte auch eine Erklärung dafür, warum alles "Mediale" immer lauter, schriller und schneller wird: je wilder, "zappender" die (Film-)Schnitte um so unwesentlicher der Inhalt! Damit hat sie mir einige meiner Unbehaglichkeiten erklärt.
Geschrieben von conny am Mittwoch, 07. Dezember 2011
... war wieder einmal mit Besonderem gefüllt! In die Kategorie "denken" tauch ich es deswegen, weil meine Unternehmungen dieser beiden Tage eben genau damit zu tun haben: Denken! Und dann natürlich: TUN!
Am Sonnabend war ich mit Andrea und Anne in Berlin auf dem Heldenmarkt. Heldenmarkt? "Heldenmarkt" ist eine "Messe für nachhaltigen Konsum" und deshalb zu meinem Denken passend. Viele witzige Ideen, wie mensch mit dem was vorhanden ist wirtschaften kann, waren zu sehen. Ich hab ein bißchen mit den Augen "geklaut" (z. B. die Idee mit den Flaschenkästen), viele interessante Gespräche geführt und leckeres Bioessen und -trinken gekostet. Mitgenommen habe ich auch was: 2 Marmeladen von "feinschlicht" - wegen ihres genialen Geschmacks und zum Nachbasteln...
Nachhaltig war übrigens auch die Anreise: weil Andrea unsere Pläne ins Internet gestellt hatte fanden sich Mitfahrende, so daß ich für die Fahrt nur 8 Euronen ausgeben mußte. Allerdings fuhr ich mit dem Auto zum Dresdner Hauptbahnhof...
Am Sonntag gönnte ich mir einen Genuß ganz anderer Art: in der Radebeuler Lutherkirche erlebte ich eine sehr gelungene Aufführung der Bach-Kantate "Ich hatte viel Bekümmernis" und vor allem des Mozart-Requiems!
Schön war auch, danach noch Bekannte aus meiner Zeit in der Johannstädter Kantorei und vor allem Erdmute und Gottfried Trepte kurz zu treffen. Es wurde mir wieder bewußt, wie sehr mir das Singen im Chor doch fehlt! Nun denke ich an das Mitwirken bei einem Radebeuler Projekt im nächsten Jahr, einem "Te Deum" von Händel...
(Die Kirche war natürlich zur Aufführung nicht so leer - dies ist ein Bild vom Einsingen!)
Geschrieben von conny am Dienstag, 22. November 2011
... finden nicht nur Reinigungs- sondern auch Denkprozesse statt. Bevor ich Karin heute mal wieder zu einer 16-tägigen Auslandsarbeitsreise an den Zug brachte fiel uns frisch eingeseift ein, daß die Werte in matriarchalen Gesellschaften nicht dem Machterhalt Einzelner sondern dem Lebenserhalt Aller dienen. Ausgangspunkte des Disputs waren der alle treffende Leistungsdruck hier und heute und die Unmöglichkeit, eine umfassende Kultur des Schenkens zu etablieren. Deswegen gibt es meiner Meinung nach z. B. noch so viele Vorbehalte gegen das bedingungslose Grundeinkommen. Denn das würde ja bedingen, restriktive Machtausübung in Form von Forderungen aufzugeben. Dazu sind nur sehr Wenige in der Lage und vor allem Willens.
Um das noch mit Entspannendem zu ergänzen: am Wochenende gab es mal wieder ein ganzes Blech meiner Lieblings-Schmackofatzo-"Pizza": Auf einen auf Backpapier ausgerollten Hefeteig (300 g Dinkelvollkornmehl, 1 Würfel Hefe, warmes Wasser, 1 Teelöffel Honig, 1 gestr. Teelöffel Salz und etwas Olivenöl) wird der Inhalt einer Packung "Sauce Hollandaise" von ALDI (keine Werbung, sondern die die mir am besten schmeckt), 125 g kleingeschnittener Rucola, der kleingeschippelte Inhalt einer Packung Räucherlachs und, wenn´s beliebt, der Inhalt einer Packung Krabben verteilt und das Ganze dann mit reichlich geriebenem Käse bestreut.
Dann back ich das im vorgeheizten Ofen bei 200° ca. eine halbe Stunde bzw. so lange bis der Käse leicht braun geworden ist. Mmmmmh.....
Geschrieben von conny am Dienstag, 08. Dezember 2009
... doch gut, immer mal in den eigenen "Favoriten" zu stöbern - da fand ich eben spannende Texte, auf die ich Euch hiermit unbedingt hinweisen möchte (hoffentlich klappen die Links):
... was passiert, wen ich im Internet Informationen über eventuelle Zusatzstoffe in gemahlenem Kaffee suche: ich finde einen Wikipedia-Artikel zum "Einfachen Leben": http://de.wikipedia.org/wiki/Einfaches_Leben
Kürzlich hatte uns eine Freundin zum Thema "Aussteigerinnen" für eine Zeitschrift interviewt. Da ist es schon interessant, gerade jetzt und auf diesem Umweg auf den Text bei Wikipedia gestoßen zu sein...
Geschrieben von conny am Donnerstag, 02. Oktober 2008
... Dinge, die Bestand haben ohne im Wege zu sein."
Außerdem fiel mir ein, wie fest-haltend doch der Begriff "Besitzstand" ist.
Kürzlich hatte ich ein gutes Gespräch mit meinem großen Sohn. Philosophisch. Wann es denn bei mir angefangen hätte mit der Abkehr vom Materiellen. Abkehr? Vielleicht vor einigen Jahren, als wir Ev besuchten in ihrer kleinen wärmenden Dachwohnung an der Ostsee?
Ich merke jedenfalls, wie ich immer weniger das Bedürfnis habe zu kaufen, zu besitzen. Mittlerweile habe ich sogar mit dem Aussortieren begonnen - im Bücherregal! Ich, die Buchstabensüchtige!! Hat vielleicht EineR tips, wo ich Bücher zur sinnvollen Nutzung abgeben kann? ein Papiercontainer kanns doch nicht sein...
Ja, Denken! Das Denken. Es ist für mich lebenswichtig. Nicht (nur) das Nach-Denken ("Denk mal drüber nach, Kind!") sondern selber denken empfinde ich als spannend. Und manchmal denkt es mich. Kennst du das auch?
Dann machts irgendwann mal mehr, mal weniger sanft "plopp!" im Hirn und Neues gibt zu denken. Besonders anregend und be-fördernd ist das im Gespräch mit ebenfalls gern selbst denkenden Menschen. Meist Frauen. Oft meine Freundinnen. Am liebsten meine Liebste.
Bücher sind mir auch Anschub fürs Denken. "Gewöhnen will ich mich nicht", ein Buch aus dem Herder-Verlag mit Texten von Dorothee Sölle, habe ich heute fertig gelesen. Nun
spazieren die Gedanken in mir. Bis es irgendwann losdenkt ...
Geschrieben von conny am Freitag, 08. Februar 2008
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