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ich hatte ein mich sehr bewegendes erlebnis:
in der wohngrupe, auf der ich arbeite, sind letzte woche 2 frauen gestorben. zwei (geistig behinderte) frauen in den 80ern, die seit 66 jahren in einem heim und in der selben wohngruppe gelebt haben. sie hatten eine besondere beziehung zueinander und eine exponierte stellung in der gruppe. zwei königinnen.
nach ein paar wenigen Wochen mit gesundheitlichem auf und ab haben sie es geschafft am gleichen tag zu sterben – eine am morgen und die andere am frühen nachmittag.
immer schon haben wir gemutmaßt: wenn mal von ihnen eine stirbt geht die andere hinterher. dass sie es so zeitgleich schafften war sehr besonders.
sie waren wohl nicht organisch krank. nur scheinbar des lebens müde. eines langen und sicher sehr bewegten lebens. wieviel betreuungspersonal haben sie erlebt? wie sehr hat sich in dieser zeit das verständnis über den umgang mit menschen mit behinderung verändert!
sie hatten gute letzte wochen und tage, tage liebevoller pflege, und konnten entspannt "loslassen".
kann es wirklich sein, dass sie sich auf diesen letzten moment "eingeschwungen" haben? unsere beobachtungen lassen eine derartige vermutung zu.
sehr beeindruckend ...
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